Rückblick 2014

Aachener Kunststoffoptiktage 2014: Experten sehen branchenübergreifendes Potenzial für optische High-End-Produkte

Die Zukunftschancen für hochwertige Kunststoffoptikanwendungen stehen gut und werden weiter wachsen – hier waren sich die Teilnehmer und Referenten der internationalen Konferenz »Aachener Kunststoffoptiktage 2014« einig. Am 8. und 9. April 2014 begegneten sich in Aachen mehr als 180 Vertreter der optischen Kunststoffindustrie aus 13 Ländern

Die positive Resonanz von Teilnehmern und Referenten zeigt die große Bedeutung der Kunststoffoptik: Die ersten Aachener Kunststoffoptiktage befassten sich in vier Themenblöcken mit vielfältigen Aspekten zur Fertigung und Anwendung von Beleuchtungsoptiken, abbildenden Optiken, Lichtleitern und Spezialoptiken. In insgesamt 17 Fachvorträgen diskutierten Referenten aus Industrie und Forschung Technologien und Anwendungen der optischen Kunststoffbranche und beleuchteten deren marktwirtschaftliche Relevanz.

Boom in der LED-Technik fordert neue Optikkomponenten

Das Produktspektrum von Kunststoffoptiken ist weit gefächert – gerade in der Beleuchtungstechnik zeigt sich das deutlich: Die Zahl der optischen Lösungen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Anforderungen variiert je nach Anwendung. »Wir beginnen bei der Chiptechnologie mit der Erzeugung der LED-Komponente und hören bei Straßenlaternen als Sinnbild für eine große Leuchte auf«, leitete Hubertus Breier, Senior Director Manufacturing bei Osram in München, seinen Vortrag zur Beleuchtungstechnik ein.

Vorreiter in Sachen Design und Produktion ist der Automobilsektor. Neue Entwicklungen bei LED-Frontscheinwerfern und das enorme Potenzial der Technologie zeigte Dr. Karsten Eichhorn vom Automobilzulieferer Hella auf. Obwohl die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft seien und die LED-Technik sich mit den erforderlichen Kunststoffoptiken noch weiter entwickeln werde, erreichten die neuen Leuchtmittel bereits jetzt eine bessere Lichtqualität als ihre Vorgänger, so Eichhorn. Die Identifikation mit der Marke und die Vielfalt an möglichen Designs durch die Kombination von LED und Kunststoffoptik haben die Zulieferer der Branche bereits erkannt und in vielen Fällen strategisch umgesetzt.

Form follows function – Kunststoffoptiken inspirieren Leuchtendesigner

Wieder andere Lösungen fordert der Einsatz von LED und Kunststoffoptik in der Architektur: Flächenleuchten und Reflektortechnik für die indirekte Beleuchtung und Optiken zur Farbmischung setzen die Trends für zukünftige Beleuchtungsaufgaben. Oliver Dross von Philips Research aus Eindhoven verdeutlichte das Potenzial der LED-Flächenleuten. Dross gab jedoch zu bedenken, dass die OLED noch einige Jahre brauchen werde, um hinsichtlich Preis, Robustheit und Flexibilität mit Flächenleuchten auf Basis mikrostrukturierter Kunststofffolien mithalten zu können.

Bildergalerie: Aachener Kunststoffoptiktage 2014

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